Nach vielen Worten müssen endlich Taten folgen

Foto: Friedhelm Windmüller

Beschäftigte aus allen Bereichen des Maßregelvollzugszentrums in Moringen haben am 8. November 2018 beim Gesundheits-Branchentag ihre Forderungen diskutiert. Dabei richteten sie sich nicht nur an die Arbeitgeber sondern auch an die Politik. Volker Geyer, dbb Fachvorstand Tarifpolitik: „Auch wenn die Politik den Bereich der Pflege mittlerweile in den Fokus rückt, gibt es noch eine Menge zu tun. Was nutzt uns eine Mindestbesetzung, wenn der dafür notwendige Nachwuchs fehlt? Die Attraktivität eines Berufs misst sich nicht zuletzt auch an der attraktiven Bezahlung. Und da muss im Länderbereich 2019 deutlich etwas passieren!“

Michael Borges, 2. Vorsitzender der GeNi – Gewerkschaft für das Gesundheitswesen, macht deutlich: „Die Pflegeberufe müssen gesellschaftlich gestärkt und deren Wertschätzung wiederhergestellt werden! Nur wenn es gelingt den Pflegeberufen wieder ein positives Image zu verschaffen, werden junge Menschen sich entschließen, diesen sinnstiftenden Berufsweg zu wählen! Die Arbeitsbedingungen müssen sich verbessern, damit die Abwanderung in andere Berufsfelder gestoppt wird!“

Eine bessere Bezahlung für alle Kolleginnen und Kollegen, die im Gesundheitsbereich tätig sind, ist für die Mitglieder der GeNi unerlässlich! Dazu gehören alle Berufsgruppen, sei es Pflege, Sozialdienst, Ergotherapie, Wirtschaft- und Werkstattbereich, Küchenmitarbeiter, Tischler, Elektriker, Gärtner, Maler, Beschäftigte der IT, der Verwaltung usw. Wir erwarten eine deutliche Entgeltsteigerung!

„Um ein attraktives Ausbildungsangebot anbieten zu können, müssen Krankenpflegeschulen und Bildungsakademien materiell und finanziell optimal ausgestattet werden! Keine parteipolitische Ausschlachtung! Es handelt sich um ein gesamtgesellschaftliches Problem! Alle: Politik, Arbeitgeber und Gewerkschaften müssen jetzt endlich an einem Strang ziehen, um den Pflegenotstand, der auf uns zurollt, in den Griff zu bekommen“, ergänzt der GeNi-Landesvorsitzender Jens Schnepel.